Das Lebenszyklusmodell im Überblick
Zu den bekannten Management Tools und Modellen zählt auch das Lebenszyklusmodell, das einst von Ian Turner der Periode des stabilen Wachstums zugeordnet wurde. Das Modell des Produktlebenszyklus wurde von der Boston Consulting Group entwickelt. Es sagt aus, dass jedes Produkt von der Einführung am Markt, bis zur Einstellung der Herstellung, insgesamt vier Zyklen durchläuft. Das sind die Einführung selbst, das Wachstum, die Reife und der Rückgang.
Die Einführung im Produktlebenszyklus
Im Lebenszyklusmodell wird die Einführung des Produktes als erster Zyklus bezeichnet. In dieser Phase handelt es sich um ein absolut neuartiges Produkt, welches noch keine allzu große Zielgruppe anspricht. Zum Einen liegt das daran, dass das Produkt noch nicht bekannt genug ist, zum Anderen auch daran, dass nur wenige Konsumenten sich für solche Neuheiten begeistern können. Es steht nun also zunächst die Bekanntmachung des Produktes auf dem Plan, damit es den nächsten Zyklus, nämlich den des Wachstums, erreichen kann. Auf dem Weg dorthin scheitern zahlreiche Produkte, da es einfach zu wenige Kunden für selbige gibt oder die Produktion zu aufwändig ist.
Die Phase der Einführung eines Produkts ist dadurch gekennzeichnet, dass der Preis für dieses noch sehr hoch angesiedelt ist. Dafür sprechen unterschiedliche Punkte. Zum Einen sind bereits immense Kosten in die Entwicklung und Fertigung des Produktes geflossen. Zum Anderen können die Hersteller noch keine Erfahrungswerte mit dem Produkt aufweisen. Nicht zuletzt würden niedrige Preise oder Rabatte die Preiserwartungen der Kunden für die Zukunft beeinflussen und ein für die Hersteller akzeptabler Preis könnte nicht erreicht werden.
Das Wachstum im Produktlebenszyklus
Nach der Einführung folgt das Wachstum im Produktlebenszyklus. Dieses wird aber nur von wenigen Produkten erreicht, indem eine kritische Menge an Käufern überschritten wird. Das Produkt hat jetzt einen gesteigerten Bekanntheitsgrad, die Kosten sind allerdings immer noch recht hoch, damit die Vorlaufkosten abgedeckt werden können.
In dieser Phase des Wachstums treten oft auch die ersten Nachahmer in den Markt ein, so dass es von besonderer Bedeutung ist, das eigene Produkt von der Konkurrenz abzuheben. Hier sollte der mittlerweile vorhandene Bekanntheitsgrad sinnvoll genutzt werden. Ebenso ist es von Bedeutung, dass während des Wachstums die größten Gewinnmargen erzielt werden können, die sofort für weitere Investitionen zurückgelegt werden sollten.
Die Reifephase im Produktlebenszyklus
Die Reifephase schließt sich an die Wachstumsphase im Produktlebenszyklus an. Das Produkt ist jetzt ausreichend bekannt, aufgrund der zahlreichen Wettbewerber ist aber der Markt gesättigt. Ein weiteres Wachstum ist während dieser Phase kaum mehr möglich und wenn doch, nur unter massiven Anstrengungen. Deshalb sollten Hersteller in dieser Phase des Produktlebenszyklus bereits soweit sein, das Produkt an sich durch Erfahrungen in der Massenproduktion preiswerter anbieten zu können, als die Konkurrenz, dabei aber dennoch Gewinne zu erwirtschaften.
Der Rückgang im Produktlebenszyklus
Schließlich folgt der Rückgang des Produktes. Das heißt, es wird nur noch von wenigen Menschen gekauft, etwa weil es technisch oder modisch bereits überholt ist. Durch neue Modelle, technische Upgrades und Co. kann der Rückgang allerdings hinaus gezögert werden. Sind die Verkaufszahlen aber zu weit abgesunken, bleibt nur noch die Entnahme des Produktes vom Markt, sowie die Neupositionierung neuer ansprechender Produkte.